RENGGLI AG




Die schweizer RENGGLI AG in Schötz bei Luzern ist ein innovativer Hersteller von Gebäuden in Holzbauweise. Alle von Renggli realisierten Bauprojekte verbinden hohen Wohnkomfort mit Energieeffizienz. Ökologisches Bauen nach dem sogenannten „Minergie-Standard“ ist bei Renggli gelebtes Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Innovatives Denken war auch die Basis für einen Werksneubau in Schötz. Dabei wurden Fertigungsschritte effektiviert, Kapazitäten skalierbar gemacht und kürzere Produktionszeiten mit höherer Qualität kombiniert. Zu diesem Zweck investierte Inhaber Max Renggli in einen High-Tech-Maschinenpark. Kernstück der neuen Produktionstechnik ist ein Plattenbearbeitungszentrum, das in Sachen Flexibilität, Qualität und Schnelligkeit Maßstäbe setzt – eine ECO 3533 B-Sprint von Reichenbacher Hamuel.

Neben der Lieferung des Bearbeitungszentrums als „Kernstück“ der innovativen Technik war Reichenbacher für die Renggli AG zugleich der verantwortliche Systempartner für die Planung und den Bau der Gesamtanlage. So konnte das reibungslose Funktionieren aller Schnittstellen garantiert werden. Der Lagerroboter sorgt für die schnelle Belieferung aller Bearbeitungsstationen. Er verwaltet insgesamt 125 Lagerplätze auf einer Fläche von 2.670 Quadratmetern und ermöglicht auch den Betrieb der Anlage ohne Personal.

 

Jochen Graf
Projektierung/ Vertrieb
 
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  jochen.graf@reichenbacher.de

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Technische Daten

  • Maschinendimensionen (Stellfläche) zirka 24.000 x 14.000 mm
  • 2 Maschinentische, aufgeteilt in je 16 Vakuumfelder, jedes Feld einzeln ansteuerbar, der Nestingtisch kann durch Abdecken mit einer Edelstahlplatte zu einem glatten Tisch mit Doppelkreissauger ausgerüstet werden
  • Arbeitsfeldgröße je Tisch 3.500 x 3.300 mm, gekoppelt 7.000 x 3.300 mm
  • Je Maschinentisch 5 pneumatisch versenkbare Anschläge
  • Verfahrgeschwindigkeit: X = 90 m/min; Y = 60 m/min; Z = 40 m/min
  • Verfahrwege: X1/2 = 8.000 mm; Y1/2 = 10.100 mm; Z1 = 900 mm; Z2 = 550 mm
  • 5-Achs Arbeitsspindel, 24 kW Leistung, HSK-F63, Drehzahl 500 - 24.000 1/min
  • SIVIB zur Überwachung der zulässigen Werkzeugunwucht
  • 40-fach Bohrgetriebe BDE3 mit 8 x 1,7 kW Leistung, Antriebsrichtung rechts
  • Druck- und Etikettiersystem an der Z-Achse vor dem Bohrkopf
  • Automatisches Ketten-Werkzeugmagazin für 80 Werkzeuge, mittels Doppelgreifermodul wird das Arbeitsaggregat bzw. die Frässpindel automatisch mit den vorgewählten Werkzeugen versorgt
  • Messtaster zum vertikalen Vermessen von Teilepositionen in der X/Y-Ebene; Tastkopf über Werkzeugmagazin einwechselbar
  • 2x Pick-up Werkzeugplätze für Sägewerkzeuge bis 740 mm Durchmesser
  • Späneentsorgungspaket mit 2 pneumatisch vorlegbaren Restteileabschiebern zur Tischreinigung sowie zusätzliche 2 Bürsten zur Teilereinigung
  • 2 Vakuumschraubenanlagen mit je 942 m³/h Saugleistung, Firma Kaeser
  • Absicherung der Maschine mit einer Stahlblechumhausung, Kabinenvorderfront ist mit zwei pneumatischen Hubtoren ausgeführt
  • Siemens Steuerung Typ Sinumerik 840D sl im verfahrbaren Bedienpult mit 17" TFT-Monitor, inkl. Ferndiagnose, Steuerungsauslegung in Mehr-Kanal-Technik
  • Handbediengerät mit Funkübertragung, Software NC-HOPS V5.0

Fertigung & Technik

Eine Anlieferungsschleuse, die über ein Regalbediengerät gesteuert wird, dient zur Beschickung des Hochregallagers direkt vom Lieferfahrzeug aus. Im Lager warten sowohl Roh- als auch Fertigteile auf ihre Weiterbearbeitung. Über einen separaten Ein- und Auslagerungsplatz sowie über manuelle Roh- und Fertigteilstapelplätze kann das Gesamtsystem wahlweise auch teilautomatisiert betrieben werden. Ein Beschickungsroboter sorgt für das automatische Be- und Entladen des Reichenbacher Bearbeitungszentrums.

Überblick über die Gesamtanlage mit ihren Peripherieeinrichtungen




Zur Teileverfolgung dient das Druck- und Etikettiersystem. Jedes einzelne Werkstück kann so während des gesamten Verarbeitungsprozesses identifiziert werden. Die zwei Maschinentische der ECO-Sprint lassen sich miteinander verkoppeln und ermöglichen so die Bearbeitung von Plattengrößen bis zu 3,3 x 7 m. Die Tische verfügen über 32 einzeln ansteuerbare Vakuumfelder. Die Werkstückbearbeitung läuft vollautomatisch in einem einzigen Arbeitsgang. Komplexe Spezial- und Reihenbohrungen werden nahezu spielend ausgeführt. Der Bohrkopf ist eigens zur Bearbeitung mineralischer Werkstoffe ausgelegt. Ein besonderes Niederhaltesystem sorgt für hohe Arbeitsgeschwindigkeiten. Zum Späneentsorgungspaket des Bearbeitungszentrums gehören neben der Absaugung pneumatisch vorlegbare Restteileabschieber für die Tischreinigung. Das Reststück muss dadurch nicht vollständig zerspant sein, da Abfälle automatisch vom Tisch entfernt und recycelt werden. Für die Teile- und Tischreinigung sorgen vier Bürstenaggregate. Sie sind programmgesteuert auf unterschiedliche Materialhöhen einstellbar.

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