SCHREINEREI HAAS



Es gibt sie, diese Unternehmerpersönlichkeiten, die sich mutig auf Nahtenunbekanntes Terrain wagen. Wo andere auf Nummer sicher gehen, sagt Schreinermeister Raphael Haas: „Neue Wege waren immer reizvoller für mich.“ Es braucht wohl dieses spezielle Gen, um ‚mehr‘ zu wagen. Denn Visionen sind das eine – Mut das andere. Europaweit weckte man Interesse mit der Umsetzung ausgefallener Geschichten wie der Empfangstheke für eine Zahnarztpraxis. Es wäre noch vor Jahren nicht möglich gewesen eine 9,5 Meter lange Theke aus 42 Einzelteilen zu bauen, die letztendlich aussieht wie aus einem Guss und keinerlei sichtbare Nähte aufweist.

Für die Bearbeitung genau solcher Bauteile ist das 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum ARTIS-X4 von Reichenbacher wie geschaffen: komplexe dreidimensionale Teile aus verschiedensten Materialien, wie im Fall der Theke aus dem Mineralwerkstoff Staron. Einem homogenen, porenlosen Material, das über eine hohe Verarbeitungsflexibilität verfügt und dessen thermoplastische Eigenschaften das Anfertigen ganz individueller Formteile erlaubt.

 

Jochen Graf
Projektierung/ Vertrieb
 
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  jochen.graf@reichenbacher.de

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Technische Daten

  • 1 kardanischer Arbeitskopf mit automatischem Werkzeugwechsler und angebauter Frässpindel für Fräs-, Bohr-, Säge- und Schleifarbeiten
  • Leistung 7,5 kW (S6), konstant von 12.000 – 24.000 min-1, Drehzahl von 1.200 – 24.000 min-1 über Programm stufenlos vorwählbar
  • 1 Drehmomentstütze zur Verwendung von Zusatzköpfen aus dem Werkzeugmagazin ist am kardanischen Arbeitskopf angebracht
  • 1 automatischer Tellerwechsler für 15 Werkzeuge ist an der Maschinenrückseite angebracht und fährt in der Längsachse mit
  • 1 Bohraggregat mit einzeln ansteuerbaren Bohrspindeln für Lochreihen- und Konstruktionsbohrungen, 15 Bohrspindeln in L-Form angeordnet, Leistung 2,2 kW, Spindeldrehzahl 4.500 min-1
  • Verfahrwege: X= 4.600 mm; Y  = 1.550 mm; Z = 400 mm; B = +/- 180°, C = +/- 360°
  • Verfahrgeschwindigkeit: X = 60 m/min; Y = 60 m/min ; Z = 20 m/min; C = 90°/s
  • Tischgröße ca. 4.000 x 1.300 mm, Tischaufteilung in zwei Spannfelder für wechselseitige Beschickung
  • Bei einfacher Beschickung kann mit den Arbeitsspindeln in einem Bereich von max. 4.000 x 1.250 mm gearbeitet werden
  • Die Wechselfeldbelegung ist variabel aufteilbar auf max. ca. 2 x 1.500 x 1.250 mm, größter und nutzbarer Fahrbereich des vertikalen 5-Achs Aggregats max. 4.600 x 1.500 mm
  • 2 x 5 pneumatisch versenkbare Anschläge mit automatischer Ansteuerung für Rastertisch, Anschlagaufteilung auf 2 Stationen

Fertigung & Technik

Mit der Komplexität der Bauteile stieg auch die Wichtigkeit der CNC-Technik, die sich sowohl bei Einzel- wie auch der Serienfertigung rentiert, allerdings beschränkt auf alles, was man als Sonderbau in Bezug auf Türen und Möbel bezeichnen kann. Alles, was sich dreidimensional verbiegen und verformen lässt, plant und fertigt die Schreinerei nach den Vorstellungen und Ansprüchen der Auftraggeber. Die Referenzen können sich sehen lassen, egal ob es Einrichtungen für Seniorenresidenzen, Krankenhäuser oder Empfangshallen bei renommierten Unternehmen wie Thyssen-Krupp oder Privatpraxen und privaten Auftraggebern sind.

Die Haas-Anlage ist mit einem Vakuum-Rastertisch ausgestattet, dessen Größe 4.000 x 1.300 mm beträgt und in 2 Spannfelder für wechselseitige Beschickung aufgeteilt ist. Das vollwertige Bearbeitungsaggregat in Form eines kardanischen 5-Achs-Arbeitskopfs ist mit einem automatischen Werkzeugwechsler und einer Frässpindel für Fräs-, Bohr-, Säge- und Schleifarbeiten bestückt. Der Tellerwechsler hat Platz für 15 Werkzeuge, dazu ist eine Drehmomentstütze zur Verwendung von Zusatzköpfen am kardanischen Arbeitskopf angebracht. Beim Mehrspindelbohraggregat sind 15 Bohrspindeln in L-Form angeordnet, zudem verfügt die Anlage über eine Siemens-Steuerung. Die Maschine hat also alles, was die Schreinerei braucht. Zwischenzeitlich sind die Mitarbeiter zu wahren Fans der 5-Achs-Anlage geworden. War die fünfte Achse anfangs noch sehr stiefmütterlich im Einsatz, weil die Aufträge nicht so umfangreich vorlagen, so ist diese jetzt im Produktionsablauf nicht mehr wegzudenken.

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